Canada-Roadtrip

Wir sind in Kanada!
Im Juni/Juli 2007 sind wir mit dem Camper unterwegs durch Kanada und Alaska. Hier findest du kurze Reiseberichte und Fotos. Also schau einfach wieder einmal vorbei und lass dich überraschen...

Die Traveler
Thomy, Ralph, Clemi und Martin


Für die Daheimgebliebenen:
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28. Juli 2007

Wir fliegen wieder. bye bye und tschuess, auf ein andermal...


20. Juli 2007

Farmerarbeiten stehen auf dem Programm. Mit der Motorsaege verschneiden wir Abfallholz. Spaeter teilen wir uns auf: Clemy bringt den alten Ford-Lastwagen wieder zum laufen, Ralph und Thomy reparieren einen Holz-Zaun und Martin darf mit dem grossen John Deere auf dem Feld die Heu-Arbeiten erledigen. Wir haben was zu tun > das gefaellt uns!
Die Farmerherzen schlagen hoeher > man weiss am Abend, was man gemacht hat...


19. Juli 2007

Am Vormittag besuchen wir das West Edmonton Mal, das weltweit groesste Einkaufszentrum. Es ist neben hunderten von Laeden auch mit Eisfeld, Wasserpark a la Alpamare (einfach bigger), Spielcasino usw. ausgestattet. Ziemlich eindruecklich das Ganze...
Irgendwann hat man es jedoch gesehen und wir ziehen weiter suedlich.Kurz nach Edmonton, auf der Strecke nach Calgary, liegt Ponoka. Hier lebt eine Farmerfamilie aus der Schweiz, die Bossarts. Sie sind befreundet mit Martins Familie, also gehen wir sie besuchen. Nach einige Fehlversuchen und etwas Nachfragen finden wir die Farm. Cornelia und Stefan Bossart sind mit ihren drei Toechtern Franziska, Monika und Regina vor elf Jahren hierher eingewandert und bewirtschaften eine Beef-Farm. Nun sind wir hier und probieren etwas mitzuhelfen.


18. Juli 2007

Wir fahren von Dawson Creek nach Edmonton, Alberta. Nun sind wir wieder eine Zeitzone naeher der Schweiz > nur noch 8 Stunden hinten. Die Gegend war nicht speziell schoen, einfach nur Highway. Deshalb keine Fotos heute > bis morgen...


12. Juli 2007

Wir fahren die laengste Autostrecke unserer Reise bisher. Ueber 730 km kurz vor Fort St. John. Wir sehen viele wilde Tiere; Bueffel, Pferde, Fuechse, Baeren, Karibu's, Elche, Dickhornschafe, Prärie-Hunde... Einmal geraten wir in eine riesige Bisonherde. Die Tiere weiden rechts und links der Strasse, ueber 90 Stueck!
Nun sind wir in Rose Prairie bei Edgar und Sonja Iten. Edgar ist mein Bruder (Martin) und lebt seit ueber 10 Jahren hier. Die beiden haben 3 herzige Kinder; Varenka, Kessiah und Geneva. Sie bewirtschaften eine Farm, haben eine (fuer hier sehr unuebliche) Original-Braunvieh-Zucht und sind zum allergroessten Teil Selbstversorger. Wir werden nun einige Tage hier bleiben, Onkel Martin ist sehr stolz!...:-)

Ein kleiner Teil der Bueffel-Herde...

Ein Elk ueberquert die Strasse...

"Gaemschi" am Strassenrand...


11. Juli 2007

Bye bye Yukon! Wir verlassen den Nordwesten Kanadas uns kommen zurueck nach British Columbia. Bei Watson Lake besichtigen wir die weltberuehmte Ansammlung von Ortsschildern. Ein von Heimweh geplagter Soldat nagelte beim Bau des Highways eine Ortstafel seiner Heimatgemeinde an einen Baum. in den letzten Jahrzehnten sammelte sich dann hier ein Meer von bunten Tafeln an, Schilder aus der ganzen weiten Welt!
Spaeter verkommen wir auf dem Highway einigen Bisons, die frisch froehlich am Strassenrand grasen. Einige Bueffel sind wahre Monster, kein Vergleich mit Munis beim Zuger Stierenmaercht! Aber sie wirken friedlich, man kann gut einige Meter an sie heran, fast streicheln kann man sie...;-)
Nun sind wir in Coal River, einem kleinen Ort zwischen Watson Lake und Fort Nelson. Cheers.

Ein Bueffel auf der Strasse neben uns. Das Tier war gigantisch!

Bei Watson Lake im Schildergarten.

Starke Heimatgefuehle kommen auf...;-)


10. Juli 2007

Wir gehen z'Baerg! Haben die Wanderschuhe montiert und uns ueber die oertliche Lage informiert. Hier im Kluane National Park hat es die groesste Dichte an Grizzlys in ganz Nordamerika. Nun ja, die Madame am Infopunkt befiehlt uns also, dass wir nur gehen duerfen, wenn wir zuerst einen Baeren-Verhaltens-Prospekt lesen. Kein Problem fuer uns! Kaum sind wir auf dem Trail, begegnen wir schon einem Schild, auf welchem das Schicksal einer Wanderin beschrieben wird. Sie wurde 1996 an dieser Stelle von einem maennlichen Jungbaeren getoetet!
Wir begegnen dann jedoch trotzdem keinen Baeren. Aber die Moskitos bereiten uns Sorgen (und wie! die Mist-Viecher kennen keine Gnade! Wir sind verstochen von Kopf bis Fuss!...)
Am Abend fahren wir nach Whitehorse und logieren auf dem gleichen Campground, auf welchem wir vor einiger Zeit schon einmal waren! Sleep well!

Was man so alles findet draussen in den Bergen...

Hellblauer See im Kluane National Park.


9. Juli 2007

Doch, auch Alaska ist wunderschoen! Aber weil wir nun doch schon ziemlich viel Wildnis und schoene Taeler und Bergketten gesehen haben, entscheiden wir uns, wieder zurueck nach Kanada zu gehen. Bei Beaver Creek ueberqueren wir die Grenze und geben unser US-Visa wieder zurueck. Nun sind wir unterwegs auf dem Alaska Highway. Hier eine kleine Geschichtslektion fuer die Allgemeinheit:
Alaska war bis anno 1867 unter russischer Fuehrung. Doch die Russen sahen in dieser "Icebox" wenig Nutzen und wollten das Land an die Staaten abtreten. Die Amerikaner wiederum waren wenig begeistert von dieser Idee. Doch einige Hardliner konnten den Deal trotzdem ueber die Buehne bringen, was sich spaeter als grosser Gluecksfall fuer die USA herausstellte. Der Kaufpreis fuer die 1 518 800 qkm Flaeche betrug laecherliche 7,2 Millionen Dollar, was einen Hektar-Preis von weniger als 5 Cent ergibt!!! > crazy und fuer heutige Verhaeltnisse unvorstellbar!
Lange Zeit war Alaska auch fuer die Amerikaner nicht sehr wichtig, mehr ein "Anhaengsel". Erst im zweiten Weltkrieg, als die Russen ihre Kampfbereitschaft wenige Kilometer entfernt der Westkueste der Beringsee, durch den Bau eines Militaerflughafens, signalisierten, werden die Politiker in Washington wach. Alaska war zu diesem Zeitpunkt nahezu unbewacht. Also beschliessen am 2. Februar 1942 die amerikanischen und kanadischen Behoerden den Bau einer Militaerstrasse von Dawson Creek bis Delta Junction, eine Strecke von 2300 km, um Alaska zugaenglicher zu machen! Bereits zwoelf Tage spaeter beginnen die Arbeiter mit den Bauarbeiten, ueber 11 000 Soldaten stehen im Einsatz! Nach nur 8 Monaten und zwoelf Tagen steht der "Alcan Highway" zur Verfuegung, gebaut in einer absoluten Rekordzeit! Spaeter wurde die Strasse der Oeffentlichkeit freigegeben und bekommt den Namen "Alaska Highway".
Auf dieser historischen Strasse sind wir nun unterwegs und fahren gen Osten. Nun sind wir auf einem Camping am Kuane Lake und essen PaneCakes...;-) Cya.

Der weisse Bergspitz, welcher unseren Schlafplatz zierte.

Ein riesiger Elch graste in einem kleinen See gleich neben dem Highway. Ralph, unser Scharfschuetze, hat ein gutes Auge fuer Tiere in der Wildnis, er erblickt sie immer als erster...

wilde Pferde...

Sonnenuntergang am Kuane Lake.


8. Juli 2007

Heute sind wir entlang der Trans Alaska Oil Pipeline gen Sueden gefolgt. Super schoene Bergketten, weisse Gletscher, weite Flussbeeter und riesige Waelder! Das Wetter ist gut, deshalb entschieden wir uns, in der Naehe von Glennallen unser Nachtlager zu errichten. Es gibt Pouletfluegeli auf dem Grill... Ploetzlich sprint Thomas auf! Am Horizont erscheint hinter den Wolkenschwaden ein riesiger, weisser Bergspitz im Abendlicht > zum greifen nahe! Wir haben unser Nachtplatz unbewusst auf einer schoenen Aussichtsplattform eingerichtet...

Fruehstuecken auf einem US-Army-Uebungsfeld...:-)

Die Oil-Pipeline.


7. Juli 2007

Ueber Tok fahren wir nach Delta Junction auf dem Alaska Highway. Leider regnet es und zum Teil hat es Nebel. Wir entscheiden uns, dass wir hier stationieren und ab morgen den Richardson Highway in Richtung Sueden nehmen. Bis jetzt hat uns Alaska noch nicht ueberwaeltigt, aber es kann gut sein, dass nur das Wetter unsere Wahrnehmung truebt. Take care!...


> Hier gehts zu den ersten 3 Wochen des Tagebuchs:
16. Juni – 6. Juli 2007


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